Wolf - das Tier im Manne




Worum geht es? 

Der Verlagslektor Will Randall (Jack Nicholson) wird in einer Nacht auf einer Landstraße von einem Wolf gebissen. Er verändert sich zunehmend, seine Kräfte und sein Geruchssinn werden stärker. Er kann sich besser gegen seinen Kollegen und Konkurrenten Stewart Swinton (James Spader) durchsetzen. Laura Alden (Michelle Pfeiffer), die Tochter des Unternehmers Raymond Alden, wird auf Randall aufmerksam.


Mein persönliches Fazit:

Ein sehr untypischer Werwolffilm. Der Film ist alt, immerhin schon von 1994. Ich mag den Film sehr, grade WEIL er nicht typisch ist. Die Wandlung folgt nicht spontan beim nächsten Vollmond, sie setzt langsam ein, Steigerung der Sinne, die Pferde haben plötzlich Angst vor ihm usw. Es ist ein sehr gut gelungener Streifen. Geführt wird er als Thriller, was ich nicht nachvollziehen kann. Dann ist Batman auch ein Thriller xD
Jack Nicholson und Michelle Pfeiffer spielen grandios zusammen, es ist eine Kombi, die einfach passt. Der junge James Spader, mit seinen großen blauen Augen als Bösewicht... Darüber kann man streiten, für meinen Geschmack kommt er zu unschuldig rüber, er ist der nette Junge von nebenan, der hinterhältig Blumen ausreißt und Obst aus Nachbars Garten klaut, als böser Werwolf allerdings passt er meiner Meinung nach nur bedingt.


Wertung: 

4/5 Keksen




Trailer:


Hänsel und Gretel Hexenjäger




Worum geht es? 

Nach dem traumatischen Kindheitserlebnis im Pfefferkuchenhaus ziehen Hänsel und Gretel als rachsüchtige Kopfgeldjäger durch die finsteren Wälder, um böse Hexen zu vernichten. Als in Augsburg Kinder auf unerklärliche Weise verschwinden, wird das berüchtigte Geschwisterpaar zur Hilfe gerufen. Auf der Suche nach den Entführern erfahren sie von dem grausamen Plan der blutrünstigen Oberhexe Muriel (Famke Janssen) und ihrer schaurigen Hexenschwestern, die Kinder im "Blutmond" opfern wollen. Eine barbarische Hexenjagd beginnt, doch es wird knapp für Hänsel und Gretel: Als wäre der Kampf gegen die mächtigen Hexen nicht schon brenzlig genug, müssen sie auch noch den brutalen Amtsrichter Berringer (Peter Stormare) abwehren. Und nicht nur das: Gretel gerät in die Fänge der sadistischen Muriel. Es liegt nun an Hänsel, seine Schwester zu retten und die Hexen aufzuhalten.


Mein persönliches Fazit:

Mir hat ein Film selten so viele Schwierigkeiten gemacht wie der hier. Teilweise wusste ich echt nicht, was ich davon halten soll. Man hätte aus der Story einen Actionfilm machen können, der zumindest noch bisschen was vom Original hat. Statt dessen nennt Gretel die Hexe im Pfefferkuchenhaus "bitch" und Hänsel bekommt Diabetes. Natürlich hat er auch immer seine Spritze dabei, weil man damals (spielt ja im Mittelalter!) schon genau wusste, was die Zuckerkrankheit ist und dass man Insulin spritzen muss. Gab es damals ja auch alles schon.
Die Waffen sehen zum großen Teil aus, als wären sie aus der Blade-Requisite und Gretels Lederoutfit kennen wir ein bisschen verändert von Selene aus Underworld.
Man hätte viel mehr draus machen können, definitiv mehr als eine Kettenpeitsche und ein Maschinengewehr einzusetzen. Meiner Meinung nach versucht der Film mit aller Gewalt (im wörtlichsten Sinne, Hänsel schlägt die Hexen sogar mit nem Schlagring!!) das Mittelalter in die Moderne zu holen und trotzdem im Mittelalter zu bleiben. Eine im Grunde sehr gute Story wurde so ziemlich vermurkst. Schade drum!
Famke Janssen als böse Oberhexe macht eine gute Figur, die Schauspieler passen auch auf ihre Rollen, aber vieles ist einfach nur gnadenlos überzogen. Warum der Film ein Horrorfilm sein soll, ist mir nicht wirklich klar, es ist Fantasy. Ein bisschen härter als tüdelü und tralala wir haben uns alles lieb Elfen und Feen, aber trotzdem Fantasy.


Wertung: 

3/5 Keksen






Trailer:



Schattenkrieger - The Shadow Cabal




Worum geht es? 

Keltus (Richard McWilliams) verfolgt in seiner Funktion als treuer Diener des herrschenden Ordens die Spur eines rätselhaften Schattenkriegers. Da dieser jedoch sehr gerissen und schnell ist, verliert sich seine Fährte schon bald in den unwirtlichen Landschaften der weitläufigen Gegend. Doch genau, als die Spur für immer verloren zu sein scheint, trifft Keltus auf die gedemütigte Elfenkriegerin Nemyt (Danielle Chuchran) und den berüchtigten Orc-Ritter Kullimon (Paul D. Hunt). Gemeinsam schöpfen sie neue Kraft, um den Schatten doch noch zu finden und seine unheimlichen Pläne zu vereiteln. Wie sie bald herausfinden, plant der Schattenkrieger, durch einen Fluch Goth Azul, den Gott der Untoten freizusetzen. Dies müssen die drei todesmutigen Krieger um jeden Preis verhindern, wollen sie den Frieden des Landes bewahren.


Mein persönliches Fazit:

Einer der Filme, auf die ich mich schon gefreut hab, bevor ich die DVD in Händen hielt. Schon der Trailer versprach einen sehr guten Fantasy-Streifen. Ich wurde nicht enttäuscht.
Man sieht natürlich sofort, dass man es hier NICHT mit einer made in Hollywood Produktion zu tun hat, aber grade das ist das Schöne. Der Film ist freier in der Gestaltung, wenn der junge Krieger ankommt, dann tänzelt der nicht, der stapft xD
Viele Effekte sind sehr einfach gehalten, aber dennoch schön, z.B. die farbigen Kontaktlinsen der Elfe. Überraschend gut sind die Orcs gelungen, meiner Ansicht nach schon richtig Herr der Ringe Niveau. Es sind wunderschöne Kulissen und wenn eine Computeranimation dabei ist (muss ja zwangsläufig), dann sieht es nicht danach aus. Ich war von dem Film absolut begeistert. Ok, die Story ist altbekannt, Gut kämpft gegen Böse, es gibt ein paar Kämpfe und moralische Fragen und am Ende steht der Endboss. aber der Film baut Spannung auf und hält sie bis zum Schluss. Anders als in anderen Filmen, wo der rote Faden manchmal verloren geht, überzeugt dieses Werk grade dadurch.

Bei der ersten Kampfszene spritzt schön viel Blut, wie man das erwarten kann, wenn ein Schwert ein Piercing durch den Körper sticht. Aber die Kamera hätte man aus dem Weg nehmen können, da lief an der Seite nämlich Blut runter *grins* und der Zwerg war fast so groß wie der Kämpfer xD
Bei der Musik wurde sich teilweise auch ziemlich vertan. Die Musik ist fast schon zu gewaltig für den Film, manchmal erschlägt sie einen geradezu. Aber trotzdem macht sie einem auch Gänsehaut und manchmal hat man nur noch den Gedanken, dass irgendwas anderes völlig falsch wäre.
Alles in allem ein sehr guter Film, das Schauen lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur für eingefleischte Fantasy Fans, auch für solche, die seltener was aus dem Genre schauen.


Wertung: 

5/5 Keksen





Sherlock 2002

Heute war mir fürs Erste nach einem guten Krimi. Was liegt also näher, als Sherlock Holmes? Ich habe mich für diesen entschieden, da der film vermutlich nicht allzu bekannt ist und ich neugierig war, was mich wohl erwartet.



Worum geht es? 

Professor Moriarty weiss, was er für ein neues und profitables Produkt in seinen Händen hält. Fünf mal stärker als Morphium ... es wird die Leute süchtig machen: HEROIN! Moriarty will den ganzen Markt damit beherrschen. Um ungestört an seinem teuflischen Plan zu arbeiten, inszeniert er seinen eigenen Tod.
In London treibt ein brutaler Serienkiller sein Unwesen. Sherlock Holmes und Dr. Watson heften sich an seine Fersen und finden schnell heraus, dass die rätselhaften Morde von einem Toten begangen werden. Eine actionreiche und spannende Jagd nach seinem Erzfeind Professor Moriarty beginnt ...


Mein persönliches Fazit:

Der Film ist anders, als die Sherlock Holmes Filme, die man kennt. Ich finde ihn sehr erfrischend und sehr lustig. Der Darsteller des Sherlock Holmes (James D'Arcy) ist sehr jung, aber er passt hervorragend auf die Rolle. Man nimmt sie ihm ab und ich kann sagen, dass er wirklich Sherlock IST. Ein junger Sherlock am Anfang seiner Karriere, aber voll mit trockenem Humor, Witz und Arroganz. Es ist herrlich anzusehen, wie er die Polizei doof da stehen lässt xD
Abzüge gibt es wegen Dr. Watson. Den mochte ich nicht. Es liegt vielleicht daran, dass ich die Rolle anders kenne, aber Dr. Watson kommt im Film als aufgeblasener Arzt daher, der zu gerne den ganzen Ruhm ernsten möchte und den jungen Sherlock nicht ausstehen kann.
Ebenso gibt es einen Abzug für das Ende (das ich natürlich nicht verrate ;) ). Es impliziert zumindest einen 2. Teil oder sogar eine Serie, die allerdings nicht kam.
Ein großes Plus ist Vincent D'Onofrio in der Rolle als Moriarty. Er ist auch der einzige Schauspieler, der sich Bekanntheit erworben hat.

Wertung:
4/5 Keksen


Casshern


Worum geht es? 
Nach einem 50 Jahre währenden Krieg besiegt die Großasiatische Republik schließlich die Europäische Union, vereinzelte Rebellen ausgenommen. Doch viel mehr als ein umkämpftes Schlachtfeld ist nicht mehr übrig (andere Länder bzw. Kontinente werden nicht erwähnt). Die Überlebenden sind großteils todkrank und dringend muss eine Lösung für deren Probleme her. Dem Forscher Dr. Azuma gelingt dabei der Durchbruch. Mithilfe von Gentechnik ist er in der Lage, menschliche „Ersatzteile“ aus sogenannten Neo-Zellen zu erschaffen – erkrankte Organe könnten ohne Spender ersetzt werden. Als die Regierung die Finanzierung seiner Projekte verweigert, mit denen er nicht zuletzt versucht, seine sterbende Frau Midori zu retten, nimmt er verzweifelt die Geldmittel einer militärischen Organisation an. Diese plant seine Idee aufzugreifen und Supersoldaten zu generieren.
Währenddessen treibt es seinen rebellischen Sohn Tetsuya, gegen den Willen seines Vaters, als Freiwilligen zum Militärdienst an die kämpfende Front, von wo er nach einem Jahr als Leichnam zu seinen trauernden Eltern sowie seiner traumatisierten Verlobten Luna zurückkehrt. Kurz vor der Beisetzung Tetsuyas kommt es in dem fremdfinanzierten Forschungszentrum durch einen Blitzeinschlag zu einem Unfall, durch den aus der erschaffenen genetischen Nährlösung mutierte Neo-Menschen entstehen. Die Regierung bzw. das Militär exekutiert die "Störfälle" sofort, die versuchen zu entkommen, und verfolgt die Flüchtenden. Einige Neo-Menschen flüchten in dem Wagen, in dem Midori auf dem Weg zum Leichnam ihres Sohnes war, der vor dem Forschungszentrum aufgebahrt ist.
Dr. Azuma bekommt mit, dass seine Frau entführt wurde. Er taucht seinen toten Sohn in die gleiche Nährlösung, aus der zuvor die Neo-Menschen emporstiegen, um ihn wiederzubeleben. Luna und ihr Vater, der mit Dr. Azuma befreundete Wissenschaftler Dr. Kozuki, wohnen der "Wiedererweckung" Tetsuyas bei. Dr. Kozuki entwickelt eine hochmoderne, neuartige Rüstung, um Tetsuyas Muskeln zu stabilisieren, die seinen Körper durch unkontrolliertes Wachstum zerreißen würden, und ihn zu einem stärkeren Kämpfer werden zu lassen.
Die wenigen verbliebenen Vertreter der neuen Rasse fliehen derweil über Berge und finden in einer vom langen Krieg gezeichneten und größtenteils entvölkerten urbanen Landschaft ein Gebäude mit Waffen und Technik, in der ihr Anführer die Elimination ihrer Brüder verurteilt, Rache an der Menschheit und die Elimination und den Krieg schwört. Die sich selbst nun "Neo Sapiens" Bezeichnenden statten sich mit einer Armee aus Kampfmaschinen aus und schicken sie gegen die Städte der Menschen...

Mein persönliches Fazit:
Ich muss ehrlich sagen, ich liebe asiatische Filme. Und den hier besonders. Es ist ein Gänsehaut-Film, mit fantastischer Atmosphäre. Die Musik dazu passt und ist stimmig, die Story ist schlüssig. Es macht einen nachdenklich, wenn man das sieht. Der film vermittelt viele Botschaften auf sehr subtile Weise. Düster, spannend, ein bisschen erschreckend und voller Hoffnung, das wird alles hier präsentiert vor einer gewaltigen Kulisse.
Ich bin immer skeptisch, wenn es um die Verfilmung von Animes oder Mangas geht, aber Casshern hat absolut überzeugt.

Wertung: 
5/5 Keksen