Worum geht es?
Osteuropa in einer dystopischen "nahen Zukunft": Der Söldner Toorop erhält von
Mafiaboss Gorsky den Auftrag, eine junge Frau nach New York zu schmuggeln. Als
Bezahlung winkt dem kriegsmüden Einzelkämpfer eine halbe Million US-Dollar,
eine neue Identität für die UN-Zone und somit ein ruhigeres Leben.
Vom Kloster der weltweit einflussreichen Sekte der Noeliten
aus fährt er mit der Nonne Rebecca und seinem neuen Schützling Aurora für die
weitere Reise zu einem Bahnhof. Ab hier lässt Aurora ihre Fähigkeiten erahnen.
Sie weiß, dass die in Käfigen auf ihren Abtransport wartenden Raubtiere nurmehr
Klone sind, und sie flieht rechtzeitig vor einer Explosion aus der
Warteschlange vor der Bahnhofshalle. Im Zug spricht sie Fremde in deren Sprache
an – Rebecca erzählt Toorop später, dass Aurora seit ihrem zweiten Lebensjahr
19 Sprachen fließend spricht, ohne diese gelernt zu haben. Am Endpunkt der
Zugfahrt sucht Toorop einen befreundeten Schleuser auf, der ihnen den Weg über
die Beringstraße ermöglichen soll. Mehrere Söldner überfallen sie dort und
möchten Aurora laut ihrer Aussage zu ihrem Vater bringen. Obwohl Aurora
letztlich freiwillig gefolgt wäre, hält Toorop sie mit Gewalt zurück.
Am nächsten Tag begibt sich eine große Schar Flüchtlinge zu
einem wartenden U-Boot, um über die Beringstraße gebracht zu werden. Als zu
viele Flüchtlinge in das Gefährt drängen wollen, gibt der Kapitän den Befehl
zum Abtauchen. Aurora gerät wegen der Zurückbleibenden, die im eisigen Wasser
ertrinken, in Raserei, bringt das U-Boot kurzzeitig in ihre Gewalt und leitet
eigenhändig den Auftauchvorgang ein. Selbst Rebecca kann die Fähigkeiten ihres
Schützlings nicht erklären. Nach der Überfahrt durchquert die Gruppe Alaska auf
zwei Motorschlitten und nähert sich der 15-Meilen-Todeszone. Diese wird von
bewaffneten Drohnen bewacht, die jedes Lebewesen ohne Warnung töten. Mit Mühe
überqueren die Flüchtenden das Gebiet. Am Abend verarztet Aurora den
verwundeten Toorop und amüsiert sich darüber, wie ein ansonsten selbstbewusst
und stark auftretender Söldner beim Nähen einer Wunde „wie ein Baby“ jammern
kann. In das Gelächter hinein sagt sie plötzlich, sie würden alle drei in New
York sterben. Am späteren Abend fragt sie Toorop nach dem von ihr belauschten
Gespräch auf dem U-Boot, nach dem er sie töten und verbrennen werde, sollte sie
ein Virus in sich tragen und sich somit als lebende Bombe erweisen, die in den
amerikanischen Bereich geschmuggelt werden soll.
Einen Tag später ist die Gruppe in der Zivilisation
angekommen. Toorop injiziert sich im Badezimmer eines Hotels die neue Identität
in seinen Blutkreislauf, ohne zu wissen, dass diese zugleich wie ein Peilsender
wirkt. Als Aurora auftaucht, küssen sich die beiden beinahe, halten jedoch
inne, als Rebecca zur Tür hereinkommt. Nach der Ankunft in New York werden die
drei Flüchtlinge von einem Arzt der Sekte aufgesucht, der Aurora drei Monate
zuvor im Kloster untersucht hat und auch jetzt einen Test an ihr durchführt.
Nach seinem Weggang verkündet Aurora, trotz ihrer Jungfräulichkeit mit
Zwillingen schwanger zu sein. Rebecca kann bestätigen, dass es keinen Mann in
Auroras Leben gegeben hat.
Als vor dem Hotel Anhänger der Noeliten und Söldner von
Gorsky eintreffen, beginnt die Übergabe von Aurora an die Sekte. Sie lässt es
geschehen, doch als Toorop die Übergabe im letzten Moment verweigert, dankt sie
ihm dafür. Im anschließenden Schusswechsel kommt Rebecca ums Leben. Als eine
auf Toorops neue Identität programmierte Rakete abgefeuert wird, erschießt ihn
Aurora mit den Worten: „Ich will, dass du lebst!“ Die Rakete verfehlt ihr nun
totes Ziel und explodiert an einer Art Schutzschild Auroras.
Als Toorop wieder erwacht, sind zahlreiche seiner
Körperteile durch mechanische ersetzt. Von den Toten auferweckt hat ihn ein
Mann, der sich als der Vater von Aurora bezeichnet und Toorop ihre Entstehung
erklärt. Während die Maschinen und die künstliche Intelligenz sich in den
letzten Jahrzehnten rasant weiterentwickelt haben, sei die Entwicklung des Menschen
stehen geblieben. So habe er in Zusammenarbeit mit den Noeliten einen Menschen
erschaffen, der das Wissen der Menschheit und weitere Fähigkeiten bereits von
Geburt an in sich trägt. Dieser Mensch ist Aurora. Die in ihr wachsenden
Zwillinge hingegen seien die nächste Generation dieser Entwicklung, die es vor
der medialen Ausschlachtung der Noeliten zu bewahren gilt. Für die
einflussreiche Sekte ist Aurora eine Art Messias, mit deren Hilfe sich ihre
Religion und damit ihre Macht weiter ausbreiten kann. Die Hohepriesterin der
Sekte, die sich auch als Mutter Auroras sieht, setzt daher alles daran, sie in
ihre Gewalt zu bekommen. Gorsky wird von ihr mit einer Atomrakete getötet,
Auroras „Vater“ von ihr erschossen, nachdem er ihre Frage, ob er bereit wäre,
für seine Schöpfung zu sterben, bejaht.
Toorop findet Aurora in seinem alten Zuhause mitten in den
Wäldern. Kurz darauf fällt sie ins Koma und erwacht erst wieder kurz vor der
Geburt der Zwillinge an einem sicheren Ort. Wie in ihren Genen programmiert, stirbt
sie bei der Geburt – ihre Aufgabe ist damit erfüllt. Zuvor bestimmt sie Toorop
zum Vater der Kinder.
Mein persönliches Fazit:
Was ist dämlicher, als sich mit einer von Vin Diesel gespielten Figur anzulegen? Sich mit einer von Vin Diesel und einer von Michelle Yeoh gespielten Figur anzulegen! Der Film überzeugt mit schnellen Actionszenen, bei denen ich mich teilweise selbst erinnern musste, zu atmen. Das Ende ist traurig, aber ein Happy End hätte zu diesem herrlich düsteren Film auch nicht gepasst. Aurora hat offensichtlich übersinnliche Kräfte, darauf hätte man eventuell mehr eingehen können. Dass man das nicht getan hat, verringert meine Begeisterung aber keineswegs. Lohnt sich definitiv, daher gibt es von mir 5/5 Keksen.
Wertung:
5/5 Keksen
Trailer:


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